23. Januar 2026

NIDAaiD: KI-gestützte Unterstützung für die Notfallversorgung

Im vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Forschungsprojekt NIDAaiD wird die Notfallversorgung von verunfallten Autoinsassen durch KI-Algorithmen verbessert. Ziel ist es, Informationen vom Unfallort strukturiert aufzubereiten und im Schockraum so zu visualisieren, dass Notärzt:innen und Schockraum-Teams sich frühzeitig und gezielt auf Patient:innen vorbereiten können. Das Projekt wird mit insgesamt 1,3 Mio. Euro gefördert. Gestern fand bei der medDV GmbH in Fernwald das Kick-off-Meeting des Projekts statt.

Auf Basis bereits verfügbarer Daten aus dem NIDApad analysiert NIDAaiD Unfallbilder, Vitalparameter, Symptome und Behandlungsmaßnahmen in Echtzeit. KI-Modelle prognostizieren mögliche Verletzungen sowie die hämodynamische Stabilität der Patient:innen. Diese Informationen werden gemeinsam mit den dokumentierten Daten in diagnose- und behandlungsrelevanten Pfaden für den Schockraum visualisiert und nahtlos in bestehende Arbeitsabläufe integriert.

Der Lehrstuhl für Psychologische Ergonomie der Universität Würzburg untersucht Nutzungskontexte, gestaltet das Interaktionsdesign und evaluiert NIDAaiD in Simulationsstudien. Die medDV GmbH übernimmt die Konsortialleitung und technische Umsetzung. Medizinische Expertise bringt die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, No  tfallmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) ein, die KI-Prognosen werden von der Prognostica GmbH entwickelt. Die Förderung läuft bis 2028.